Hunde erziehen – Hunde verstehen lernen

Den Hund verstehen:

Der Hund ist ein egoistisches, Triebgesteuertes, Ressourcen orientiertes Raubtier.

Was heißt das.

Egoistisch:

Der Hund wird nichts von sich aus tun, das ihm keinen Vorteil bringt.

Triebgesteuert: (Instinkte)

Der Hund hat gewisse Triebe (Instinkte) denen er einfach folgen muss – beziehungsweise die befriedigt werden müssen.

Ressourcen Orientiert:

Beim Hunde erziehen dreht sich alles um Ressourcen (Fressen, Revier, Territorium, etc.) und die Kontrolle dieser Ressourcen.

Es gibt etwa 9 nachgewiesene Triebe.

  1. Selbsterhaltungstrieb:

Dient der Selbst Erhaltung, diesen Trieb sollten wir nicht nutzen!

  1. Futter trieb:

Der stärkste Trieb des Hundes den wir natürlich für uns nutzen sollten. Der Hund will nicht Fressen, er muss Fressen. (Für uns sehr nützlich)

  1. Jagdtrieb:

Dient der Nahrungsbeschaffung

  1. Hetztrieb:

Das hetzen erfolgt im Rudel, die Beute wird gemeinsam gehetzt. (Für uns sehr nützlich)

  1. Beutetrieb:

Hat der Hund einmal eine Beute gefangen, will er sie nicht mehr teilen. Teilen steht nicht im Repertoire von Hunden. (Für uns bedingt nützlich)

  1. Rudeltrieb:

Ein Hund wird sich immer ein Rudel suchen, denn nur in einem Rudel findet er Sicherheit und Schutz. Der Hund weiß von Natur aus: „Nur gemeinsam sind wir stark“ (Für uns sehr nützlich)

  1. Territorialtrieb:

Der Hund wird immer versuchen sein Territorium zu verteidigen oder zu Kontrollieren.

  1. Reviertrieb:
    Das Revier des Hundes, wo er schläft, wo er lebt etc.
  2. Fortpflanzungstrieb:

Dient der Paarung und der Erhaltung der eigenen Art.

Den Futtertrieb – Hetztrieb – Beutetrieb – Rudeltrieb und Reviertrieb sollten wir für uns nutzen um andere Triebe wie Jagdtrieb und Territorialtrieb umzulenken.

Grundbedürfnisse des Hundes.

Hunde verstehen – Der Hund braucht:

  • Futter und Wasser,
  • Schutz und Sicherheit,
  • Paarung ab und zu (Bei Weibchen alle 6 Monate).

Grundgehorsam.

Hunde verstehen – Beim Hunde erziehen gilt: Grundgehorsam ist nicht gleichzusetzen mit Grundkommandos wie: Sitz, Platz, Fuß. Beim Grundgehorsam geht es darum, dass sich der Hund nach seinem Rudel Führer richtet (Unterwerfung). Wenn der Hund Sie als Rudel Führer akzeptiert dann wird er sich Ihnen unterwerfen.

Denn jeder Hund ist geboren mit der Bereitschaft sich zu Unterwerfen.

 

Wie vermittelt man dem Hund Sicherheit.

Indem man beim Hunde erziehen Grenzen setzt und Regeln aufstellt und dies konsequent durchsetzt. Ein Hund braucht Grenzen und Regeln er sucht förmlich danach, er braucht jemandem der ihm erklärt was zu machen ist. Klare Ansagen.

Wir Menschen fühlen uns wohl wenn wir Freiheiten haben und gewisse Privilegien. Ein Hund kann aber damit einfach nichts anfangen, er wird überfordert sein mit dieser Einstellung. Der Hund kennt nur die Hierarchie, für ihn gibt es keine Demokratie.

Klare kurze Ansagen und Konsequenz sind der Schlüssel beim Hunde erziehen.